Solar-Modulbelegung
Mit der Solar-Modulbelegung planen Sie PV-Module direkt auf den gemessenen Dach- und Fassadenflächen im 3D-Modell. Roofy füllt die Fläche mit dem gewählten Modul, hält Randabstand, Modulabstand und Hindernisabstand ein, spart Hindernisse und Sicherheitszone aus und zählt Module und kWp je Fläche, je Zone und gesamt. Diese Anleitung folgt der Bedienreihenfolge der App: Voraussetzungen, Einschalten, die vier Schritte des Panels „Modulbelegung“, danach Fassaden, Nordrichtung, Varianten, Bericht, DXF und Tastaturkürzel.
Das Panel „Modulbelegung“ führt von oben nach unten durch vier Schritte; Varianten liegen im Panelkopf, Bericht und DXF in der Werkzeugleiste.
Voraussetzungen
Diese Punkte entscheiden, ob der Knopf „Solar“ erscheint und ob sich eine Fläche belegen lässt.
Anleitung Dach vermessen · Anleitung Modell aus Plan (DXF oder DWG)
- Abo oder Gratisprojekt: Ihre Organisation hat Roofy Pro oder Enterprise, oder sie hat noch kein Abo und arbeitet im Gratisprojekt. Mit Basic bleibt der Knopf verborgen; die Karte „Erweiterungen“ in den Organisationseinstellungen zeigt dann „Diese Erweiterung ist ab dem Pro-Abo verfügbar.“
- Erweiterung eingeschaltet: die Erweiterung „Solar-Modulbelegung“ ist bei Pro, Enterprise und im Gratisprojekt standardmässig eingeschaltet. Inhaber und Admins schalten sie unter „Erweiterungen“ aus und wieder ein (Abschnitt „Ausschalten unter Erweiterungen“).
- Session mit 3D-Modell: die Session ist in „3D Classic“, „3D Alternativ“ oder „Aus Plan (DXF oder DWG)“ entstanden. In einer 2D-Session steht statt des Knopfs die Zeile „Modulbelegung braucht eine 3D-Vermessung. Lege für dieses Objekt eine 3D-Vermessung an, um Module zu platzieren.“
- Geschlossene Fläche: mindestens eine gemessene Dachfläche (geschlossenes Polygon im Modus „Zeichnen“) oder eine Fassadenfläche. Fehlt sie, meldet das Panel „Noch keine geschlossene Fläche. Zuerst eine Dachfläche oder Fassade vermessen, dann belegen.“
- Koordinatenbezug für Dachflächen: Dachflächen brauchen ein georeferenziertes Modell (Drohnensession mit Positionsdaten oder Plan-Modell). Fehlt er, zeigt das Panel „Dachflächen brauchen ein georeferenziertes Modell. Fassaden bleiben belegbar.“
- Rolle: belegen darf jedes Mitglied, das auch messen darf. Mit Leserechten sehen Sie die Belegung, die Knöpfe sind gesperrt.
Einschalten und Ansicht
Die Belegung läuft im selben 3D-Viewer wie das Messen, mit eigenem Panel rechts. Wechseln Sie zuerst in die 3D-Ansicht.
- In die 3D-Ansicht wechseln: der Knopf „Solar“ steht in der Werkzeugleiste bei den Werkzeugen. In der 2D-Ansicht ist er ausgegraut mit dem Hinweis „Modulbelegung ist nur in der 3D-Ansicht möglich“.
- „Solar“ drücken: rechts öffnet sich das Panel „Modulbelegung“ mit dem Einstieg „Hindernisse markieren, Vorgaben prüfen, Modul wählen, Fläche füllen, danach nachbessern.“ und den vier Schritten „Hindernisse“, „Vorgaben“, „Belegung“ und „Nachbessern“. Beim Einschalten legt Roofy für jede Fläche eine leere Zone an und übernimmt geschlossene Umläufe aus Messlinien als Hindernisse.
- Fläche wählen: ein Klick auf eine Fläche im Modell wählt ihre Zone; gefüllt wird erst mit dem Knopf „Füllen“ im Schritt „Belegung“. Zeichnen und Messen sind im Solar-Modus gesperrt; „Rückgängig“ und „Wiederherstellen“ in der Werkzeugleiste wirken auf die Belegung.
- Kamera bewegen: Drehen und Schwenken sind nur mit gehaltener Leertaste frei oder nach dem Knopf „Verschieben“ (Taste V); das Mausrad zoomt immer. So verschiebt ein Klick beim Modulsetzen nicht versehentlich den Bildausschnitt.
- Messungen einblenden: im Solar-Modus sind Messlinien und Masse ausgeblendet, die Flächenumrisse und Hindernisse bleiben sichtbar. Der Schalter „Messungen mit Massen einblenden“ im Panelkopf holt die Masse zurück. Der Knopf „Hilfslinien“ in der Gruppe „Ansicht“ der Werkzeugleiste, neben „Polygone“ und „Messwerte“ (Taste L), blendet die Einzeichnungen der Belegung aus (Sicherheitsabstand, Abstandslinien, Zonenrahmen, Griffe und Hindernisse); nur die Module bleiben, Klicken und Setzen funktionieren weiter, ein zweiter Klick bringt alles zurück.
- Ausschalten: ein zweiter Klick auf „Solar“ beendet den Modus; Escape beendet nur den laufenden Vorgang und das aktive Unterwerkzeug. Die Belegung ist automatisch gespeichert und erscheint beim nächsten Öffnen der Session wieder.
Schritt 1: Hindernisse
Kamine, Dachfenster, Lüftungen und Aufbauten markieren Sie vor dem Füllen, damit Roofy sie mit dem Hindernisabstand ausspart. Hindernisse sind im Solar-Modus immer sichtbar.
- Fläche wählen: unter „Fläche“ die Dachfläche oder Fassade wählen. Ohne Wahl steht der Hinweis „Zuerst eine Fläche wählen, dann Hindernisse markieren oder Umrisse aus Messlinien übernehmen.“
- „Rechteck“: erste Seite setzen (zwei Klicks oder ein Zug), dann die Breite aufziehen; das Rechteck darf gedreht sein. Das Werkzeug bleibt aktiv, bis Sie es mit Escape oder dem Knopf beenden; so zeichnen Sie mehrere Hindernisse nacheinander.
- „Polygon“: Punkte auf der Fläche anklicken; ab drei Punkten schliesst ein Klick auf den ersten Punkt das Hindernis. In der Nähe des ersten Punkts rastet die Vorschau auf ihn ein.
- Umrisse aus Messlinien: eine geschlossene Figur aus Messlinien des Modus „Messen & Unterteilen“ übernimmt Roofy beim Einschalten und bei jedem Füllen als Hindernis. Bedingungen: mindestens drei Linien, Endpunkte höchstens 15 cm auseinander, an keinem Punkt mehr als zwei Linien, jede Ecke auf der Fläche (bis 15 cm über den Rand hinaus) und höchstens 10.5 m über oder 0.5 m unter der Dachebene. Noch nicht übernommene Figuren stehen unter „Nicht übernommene Umrisse aus Messlinien“ und kommen per Klick in die Liste.
- Liste und Löschen: jedes Hindernis steht in der Liste als „Hindernis n“, als „Umriss aus Messlinien, x m²“ oder mit dem Namen aus dem Plan, etwa „Kamin, x m²“. Fahren Sie mit dem Zeiger über einen Eintrag, leuchtet das Hindernis im Modell auf. „Löschen“ entfernt es; ein gelöschter Umriss aus Messlinien bleibt dauerhaft abgewählt. Im Standardwerkzeug löscht auch ein Rechtsklick auf das Hindernis im Modell.
- Grenzen: höchstens 50 Hindernisse je Fläche. Ein Hindernis in Solar ist eine Fläche in der Dachebene ohne Höhe; es wirkt nur auf die Belegung, nicht auf das 3D-Modell.
Modelle aus dem Plan (DXF oder DWG)
In einer Session „Aus Plan (DXF oder DWG)“ übernimmt Roofy beim Öffnen von Solar automatisch die Umläufe der im Assistenten gewählten Dachaufbauten: sie stehen im Schritt „Hindernisse“ mit dem Namen aus dem Plan, etwa „Kamin, x m²“, oder ohne Namen als „Umriss aus Messlinien, x m²“ in der Liste. Zwei nahe Hindernisse teilen sich einen Umlauf und erscheinen in Solar als ein Hindernis. „Löschen“ wählt ein Hindernis ab, und es bleibt auch nach dem Neu füllen und dem Neuladen abgewählt; nicht übernommene Umläufe stehen unter „Nicht übernommene Umrisse aus Messlinien“ und lassen sich per Klick übernehmen. Das Plan-Modell hat keinen Standort, deshalb fehlen die Zeile „ca. n kWh/Jahr“ im Panel und die Ertragsschätzung aus sonnendach.ch im Bericht; Modulanzahl und kWp sind davon unberührt. Wie das Modell entsteht, zeigt die Anleitung Modell aus Plan (DXF oder DWG).
Schritt 2: Vorgaben
Abstände, Sicherheitszone und Aufständerung bestimmen zusammen, wo Module liegen dürfen. Jede Änderung rechnet die Belegung der betroffenen Zonen sofort neu.
Draufsicht: Randabstand an den Kanten, Modulabstand zwischen den Modulen, Hindernisabstand um das Hindernis; an der unteren Kante ersetzt die Sicherheitszone mit Gang den Randabstand. Farben wie in der App: Hindernis rot, Sicherheitszone und Gang orange.
Schnitt: die Neigung verkürzt die Auflage, die hohe Kante bestimmt den Vorschlag für den Gang (Höhe mal Faktor), der Abstand zum Dach hebt die Reihe zur Darstellung an.
- „Abstände“ eintragen: „Randabstand“ (mit „Eigene Werte pro Kantenart“ getrennt für Traufe, First, Ortgang, Grat, Kehle und Attika), „Modulabstand“ waagrecht und senkrecht (gekoppelt oder entkoppelt) und „Hindernisabstand“, alle in Zentimetern von 0 bis 500 cm. Darunter steht „Vorgabe ist eine Planungsannahme. Herstellervorgaben und Windlast prüfen.“
- „Abstand zum Dach“: hebt oder senkt die Module der Fläche zur Darstellung, minus 100 bis 200 cm, ohne Wirkung auf die Anzahl. Leer heisst „automatisch“: das erste Füllen setzt den Wert aus dem Modell; weicht der Vorschlag ab, steht daneben „Vorschlag n cm übernehmen“.
- „Gilt für“ und Org-Standard: „Global (alle Zonen)“ schreibt die Abstände auf alle Zonen, eine einzelne Fläche in der Liste nur dorthin; ein Feld mit abweichenden Zonen trägt die Notiz „abweichend in n Zonen“. „Als Org-Standard speichern“ macht die Werte zur Vorgabe für alle Projekte der Organisation.
- „Sicherheitszone“ einschalten: „Zone aktiv“ setzen und den „Sicherheitsabstand“ in Metern eintragen (0.1 bis 10 m, Vorgabe 2 m), gemessen von der Dachkante nach innen. Mit „Nicht bebaubar“ ersetzt der Sicherheitsabstand den Randabstand an jeder gewählten Kante; ohne das Häkchen dürfen Module in die Zone, und der Bericht weist sie aus.
- „Sicherheitsgang“: mit Häkchen und „Breite“ (10 bis 200 cm, Vorgabe 60 cm) liegt der Gang innen an der Linie des Sicherheitsabstands, dort steht das Geländer; Module beginnen dahinter. Zone und Gang erscheinen orange im Modell, im Bericht und im DXF.
- „Kanten mit Sicherheitszone“: die Zone gilt rundum; einzelne Kanten (etwa an einer höheren Wand) wählen Sie in der Kantenliste ab oder per Klick auf die Kante im Modell. Abgewählte Kanten behalten den normalen Randabstand. „Gilt für“ wirkt wie bei den Abständen: „Global (alle Dachflächen)“ oder eine Dachfläche; Fassaden haben keine Sicherheitszone.
- „Aufständerung“ wählen: „Form“ Flach, „Sägezahn (wie Fabrikgebäude)“, „Giebel (Ost-West, First innen)“ oder „Schmetterling (Ost-West, Tal innen)“, dazu „Neigung“ aus der Liste (5, 10, 12, 15, 20, 25, 30, 35 Grad) oder als manuelle Eingabe bis 45 Grad. Ein Formwechsel setzt keine Neigung von selbst; bis zur Wahl steht „Noch keine Neigung gewählt: Roofy rechnet diese Zone flach, bis ein Wert gewählt ist.“ Die Aufständerung gilt immer nur der gewählten Zone.
- Kipprichtung und Umkehr: die Knöpfe unter „Kipprichtung“ nennen das Achsenpaar der Windrose („Nord/Süd“, „Ost/West“, „NO/SW“, „SO/NW“), der Knopf „Richtung umkehren“ zeigt, wohin die Module gerade kippen („Ausrichtung: Süd“). Bei Sägezahn kippt Roofy automatisch zur Sonnenseite; bei Giebel und Schmetterling legt der Knopf die Paarfolge fest.
- Reihenabstand und Paar: die Auflage verkürzt sich beim Kippen (Modullänge mal Kosinus der Neigung). Für den Gang zwischen den Reihen rechnet Roofy einen Vorschlag aus der Höhe der hohen Kante mal „Faktor“ (1.5, 2, 2.5 oder 3, Vorgabe 2); „Vorschlag n cm übernehmen“ trägt ihn in den Modulabstand senkrecht ein und entkoppelt ihn. Bei Giebel und Schmetterling kommt „Abstand im Paar (cm)“ dazu (0 bis 100 cm, Vorgabe 10 cm) für First beziehungsweise Tal.
Schritt 3: Belegung
Modul wählen, Fläche füllen, Format und Optik einstellen. Gefüllt wird mit genau dem Modul, das im Block „Modul“ steht.
- „Modul“ wählen: unter „Standardformate“ stehen gängige Module („Wp je Hersteller anpassen, Masse sind fix“), unter „Eigene Module“ die Module Ihrer Organisation. „Wählen“ setzt das Modul für die gewählte Zone oder, ohne Zone, als Vorgabe für die nächsten Füllungen.
- „Neues Modul“ anlegen: „Name“, „Breite in mm“, „Höhe in mm“ und „Leistung in Wp“ eintragen und „Anlegen“ drücken. Das Modul steht danach allen Projekten der Organisation zur Wahl. Bestehende Belegungen behalten ihre Modulangaben, auch wenn Sie ein Modul später aus der Auswahl entfernen.
- „Füllen“: in der Flächenliste steht je Fläche „Dach“ oder „Fassade“, Modulanzahl und kWp. „Füllen“ belegt die Fläche mit dem gewählten Modul: Roofy sucht die Rasterlage mit den meisten Modulen (Reihen bündig oder versetzt), hält alle Abstände ein und spart Hindernisse und Sicherheitszone aus. Die Reihen laufen parallel zur Traufe, auf Flachdach und Fassade entlang der längsten Kante. Danach heisst der Knopf „Neu füllen“. Eine Zone fasst höchstens 5000 Module, eine Variante 10’000; ist die Grenze erreicht, bleiben die übrigen Plätze leer und Roofy meldet es.
- „Format und Optik“: für die gewählte Zone „Hochformat“ oder „Querformat“, jeder Knopf zeigt die Modulzahl, die er ergibt. „Optik“ wählt die Darstellung: „Full Black“, „Standard“, „Farbig“ und die Farbtöne Terrakotta, Dunkelrot, Braun, Ocker, Hellgrau, Grau, Grün und Blau; rein visuell, ohne Wirkung auf die Zahlen.
- Zonen, Vorschau und Summen: unter jeder Fläche steht ihre Zone mit Anzahl und kWp, das X daneben ist „Zone löschen“. „Schema-Vorschau“ zeigt die abgewickelte Fläche so, wie sie im Bericht erscheint. „Gesamt“ summiert Module und kWp der aktiven Variante.
- Hinweise lesen: auf flachen Flächen steht „Flache Fläche: Belegung ohne Aufständerung gerechnet, die Anzahl ist eine Obergrenze.“; der Bericht zeigt diesen Hinweis nur, solange keine Zone der Fläche aufgeständert gerechnet ist. Bei Drohnensessions mit eindeutig zugeordneter Dachfläche kommt „ca. n kWh/Jahr“ mit „Schätzung basierend auf sonnendach.ch“ dazu; ohne Zuordnung fehlt die Zeile.
Schritt 4: Nachbessern
Drei Blöcke für die Feinarbeit: Rasterlage der Zone, Vergleich der Module und einzelne Module. Alle drei brauchen eine gewählte Zone („Zuerst eine Fläche füllen, dann die Zone in der Liste wählen.“).
- „Rasterlage“: die Pfeile verschieben das Raster der Zone in Schritten von 1 cm oder 10 cm („Schritt“); eine verschobene Lage bleibt beim Neu füllen stehen, „Lage zurücksetzen“ sucht wieder die Lage mit den meisten Modulen. „Drehung in Grad“ dreht die Zone, „An Kante ausrichten“ richtet sie an einer angeklickten Flächenkante aus.
- „Vergleichsraster“: die Liste „Modulvergleich für diese Zone“ zeigt für jedes verfügbare Modul „n Module, x kWp“ in dieser Zone. Ein Klick wechselt das Modul der Zone und füllt sie neu.
- Einzelmodule im Standardwerkzeug: „Klick auf einen freien Rasterplatz setzt ein Rastermodul, Rechtsklick löscht, Ziehen verschiebt. Komma und Punkt drehen das gewählte Modul in 5-Grad-Schritten, mit Shift oder Ctrl um 1 Grad.“ Ein Klick auf ein Modul wählt es; der Block „Einzelmodule“ zeigt dann Format, „Drehung in Grad“, „Neigung“ und „Umkehren“ für genau dieses Modul. Ohne gewähltes Modul gelten die Werte für das nächste gesetzte Modul.
- „Modul zeichnen“: schaltet das Werkzeug zum freien Setzen ein; „Modul zum Setzen“ bestimmt das Modul. Ein Geist unter dem Zeiger zeigt vorab, ob es passt (grün) oder nicht (rot). Bei Giebel und Schmetterling legt „Paarweise setzen: an“ beide Module des Paars mit einem Klick.
- Snapping: der Knopf wechselt zwischen „Snapping: Raster“ (Rasterplätze und Nachbarmodule, der nähere gewinnt), „Snapping: Nachbarn“ (nur Nachbarmodule derselben Zone, Einrasten ab 35 cm Nähe) und „Snapping: aus“ (alles frei unter dem Zeiger).
- Drehen und Format: die Taste R kippt das Format des gewählten Moduls. Gedreht wird beim Verschieben: Modul mit der linken Taste ziehen und die rechte Taste dazu drücken, dann hält die Lage, und die waagrechte Mausbewegung dreht das Modul um seinen Mittelpunkt; rechts loslassen und weiter verschieben. Am Trackpad dreht Alt (Option) mit rechtem Ziehen. Einfacher, auch am Trackpad: Komma und Punkt drehen in 5-Grad-Schritten (Komma gegen den Uhrzeigersinn, Punkt im Uhrzeigersinn), mit Shift oder Ctrl um 1 Grad; gedrückt halten dreht weiter. Das wirkt auf das gewählte Modul, beim Ziehen und in „Modul zeichnen“ auf die Vorschau. Ohne Taste rastet die Drehung auf 5 Grad, mit Shift oder Ctrl dreht es frei zur Feinjustage (am Windows-PC Ctrl, wenn Shift mit der rechten Taste das Browser-Menü öffnet). In „Modul zeichnen“ dreht rechtes Ziehen auf freier Fläche die Vorschau des nächsten Moduls. Im Block „Einzelmodule“ setzt das Feld „Drehung in Grad“ den Winkel direkt; Pfeiltasten ändern ihn um 5 Grad, mit Shift um 1 Grad. Im vollen Raster hat ein Modul keinen Platz zum Drehen: passt es gedreht nicht, springt es zurück, und Roofy sagt es. Dann Nachbarn löschen oder die ganze Zone über „Drehung in Grad“ in der „Rasterlage“ drehen.
- Mehrfachauswahl: Ziehen auf freier Fläche der Zone spannt einen Auswahlrahmen auf, Shift und Klick nimmt einzelne Module dazu oder heraus. Der Block zeigt „n Module gewählt“; Format, Winkel, Neigung, Umkehren, Löschen und Verschieben wirken dann auf alle, als ein Schritt für Rückgängig.
- Löschen und zurück: „Modul löschen“, Entf oder Backspace entfernen die Auswahl, Rechtsklick ein Modul unter dem Zeiger. Cmd/Ctrl+Z macht die letzte Änderung der Belegung rückgängig, mit Shift dazu wieder vor.
Fassaden
Fassadenflächen aus dem Werkzeug „Fassadenfläche“ der 3D-Ansicht lassen sich wie Dachflächen belegen; sie stehen in der Flächenliste als „Fassade“.
- Fassadenfläche messen: in der 3D-Ansicht mit „Fassadenfläche“ ein geschlossenes Polygon auf der Wand zeichnen (Kapitel „3D-Aufnahmen: Fassaden“). Fassaden sind auch ohne Koordinatenbezug belegbar.
- Fassadenmodul anlegen: im Block „Modul“ steht bei Wandflächen „Fassadenmodule sind Massanfertigungen. Lege sie als eigenes Modul an.“ Legen Sie Breite, Höhe und Wp als „Neues Modul“ an.
- Unterschiede zur Dachfläche: der Versatz heisst „Abstand zur Wand“; die Sicherheitszone gibt es nur für Dachflächen; eine Aufständerung an der Wand kippt das Modul von der Wand weg nach oben, „Richtung umkehren“ gilt wie auf dem Dach. Der Bericht kennzeichnet die Fläche als Fassade.
Nordrichtung und Kompass
Himmelsrichtungen braucht die Belegung für die Kipprichtung der Aufständerung und für die Ertragsschätzung. Der Kompass zeigt, wo Norden liegt.
- Kompass ablesen: unten links im 3D-Modell dreht ein kleiner Kompass mit der Ansicht; die rote Nadelspitze mit „N“ zeigt nach Norden. Er erscheint nur, wenn das Modell einen Koordinatenbezug hat.
- Nach Norden drehen: ein Klick auf den Kompass („Nach Norden ausrichten“) dreht die Kamera, bis der Blick nach Norden geht; Ziel, Abstand und Höhenwinkel bleiben.
- Richtungen im Panel: im Block „Aufständerung“ nennen die Knöpfe der Kipprichtung das Achsenpaar der Windrose und „Richtung umkehren“ die Seite, zu der die Module kippen. Ohne Koordinatenbezug stehen stattdessen „Nach vorne“, „Zur Seite“ und „Richtung umkehren“. Nach dem Klick heisst der Knopf „Richtung umgekehrt“.
- Plan-Modell: in einer Session „Aus Plan (DXF oder DWG)“ legen Sie die Nordrichtung im Assistenten fest, bevor Sie messen oder belegen; danach ist sie gesperrt. Details im Kapitel „Modell aus Plan (DXF oder DWG)“.
Varianten
Mehrere Belegungen derselben Session vergleichen Sie über Varianten im Panelkopf. Genau eine Variante ist aktiv, alle werden automatisch gespeichert.
Varianten teilen Flächen und Hindernisse; der Bericht nimmt die angehakten Varianten mit Anzahl und kWp, das DXF eine gewählte Variante auf eigenen Layern.
- „Neue Variante“: legt eine zweite Belegung an. „Neue Varianten starten ohne Belegung. Flächen, Hindernisse, Modul, Abstände und Sicherheitszone bleiben, die Aufständerung beginnt flach.“ Füllen Sie die Flächen dann neu, etwa mit einem anderen Modul oder einer anderen Form.
- „Variante duplizieren“: der Knopf mit dem Kopiersymbol neben „Neue Variante“ (der Name steht im Hover-Text) legt eine Kopie der aktiven Variante mit allen Zonen, Modulen und Abständen an. Die Kopie heisst wie das Original mit dem Zusatz „(Kopie)“, beim zweiten Mal „(Kopie 2)“, und ist danach aktiv. Auch eine gesperrte Variante lässt sich duplizieren; die Kopie ist nicht gesperrt. So probieren Sie eine Änderung aus, ohne die bisherige Belegung zu verlieren.
- Wechseln und benennen: ein Klick auf eine Variante macht sie aktiv; „Umbenennen“ gibt ihr einen sprechenden Namen, etwa Ost-West 15 Grad.
- „Variante löschen“: fragt nach, denn die Zonen der Variante gehen verloren. Auch die einzige Variante darf weg; das nächste Füllen legt wieder eine an.
- „Sperren“: der Knopf mit dem Schloss im Panelkopf bei den Varianten sperrt die aktive Variante; sie trägt danach ein Schloss in der Variantenleiste. Gesperrt heisst: keine Änderung an dieser Belegung, bis sie entsperrt ist. Füllen, Module, Hindernisse, Vorgaben, Rasterlage, Format und Optik, Umbenennen und Löschen sind gesperrt; im Panel steht „Diese Belegung ist gesperrt. Zum Bearbeiten zuerst entsperren.“ Ansehen, Varianten wechseln, eine neue Variante anlegen, Bericht und DXF-Export bleiben möglich. Bei einem Plan-Modell ist auch „Neu erzeugen“ mit geänderten Teilen, Hindernissen oder Nordrichtung gesperrt, solange eine Variante gesperrt ist.
- „Entsperren“: derselbe Knopf im Panelkopf oder der Knopf im Hinweis hebt die Sperre auf; das darf jedes Mitglied, das auch bearbeiten darf. Danach ist die Belegung wieder änderbar. Sperren und Entsperren sind kein Schritt für Rückgängig.
Bericht
Der PDF-Bericht enthält die Solar-Sektion automatisch, sobald eine Variante Module trägt. Welche Varianten hineinkommen, wählen Sie beim Erzeugen.
- „PDF herunterladen“: öffnet den Dialog „Varianten für den Report“. Angehakte Varianten erscheinen im PDF, die aktive ist vorausgewählt; ohne Häkchen entsteht ein Bericht „Ohne Solar-Sektion“. „Report erzeugen“ startet den Download.
- 3D-Bild: der Bericht zeigt die aktuelle Ansicht des Modells mit der Belegung. Dazu kommt je belegter Fläche eine eigene Ansicht: Dachflächen von oben, Fassaden frontal, höchstens 6, die grössten Flächen zuerst. Diese Ansichten gibt es nur für die aktive Variante und nur, wenn sie im Dialog angehakt ist. Dafür muss das Solar-Werkzeug eingeschaltet sein; sonst sagt der Dialog, dass der Report kein 3D-Bild enthält, und der Bericht bleibt gültig. Berichte über einen Teilen-Link oder beim Partner enthalten nur das Gesamtbild.
- Inhalt je Fläche: ein Schema der abgewickelten Fläche mit Modulen, Zonen, Hindernissen und orange eingezeichneter Sicherheitszone, dazu Modultyp, Anzahl und kWp je Zone, die Kennzeichnung Dach oder Fassade, der Flachdach-Hinweis bei flacher Belegung und eine Zeile zu Sicherheitsabstand und Gang. Am Schluss die Gesamtsumme der Module und kWp und der Satz zu den Planungsannahmen.
- Ertragsschätzung: bei Drohnensessions in der Schweiz, deren Dachfläche sich eindeutig einer Teilfläche von sonnendach.ch zuordnen lässt, steht je Fläche „ca. n kWh/Jahr“ mit „Schätzung basierend auf sonnendach.ch“. Ohne eindeutige Zuordnung und in Plan-Modellen ohne Standort fehlt die Zeile.
DXF-Export mit Belegung
Die Belegung einer Variante kommt auf Wunsch in das DXF für CAD-Programme, auf eigene Layer und deckungsgleich mit dem Dachplan.
- „DXF Export“: öffnet den Dialog „DXF-Export“. Das Häkchen „Solarbelegung in den Plan“ ist zunächst aus; ohne Häkchen bleibt das DXF wie bisher. Unter „Variante wählen“ bestimmen Sie die Variante, „DXF erzeugen“ startet den Download.
- Layer: Module, Zonen, Hindernisse, Sicherheitszone und eine Tabelle mit Anzahl und kWp je Zone liegen auf ROOFY_SOLAR_MODUL, ROOFY_SOLAR_ZONE, ROOFY_SOLAR_HINDERNIS, ROOFY_SOLAR_SICHERHEIT und ROOFY_SOLAR_TABELLE.
- Module als Blöcke: jedes Modul ist ein Block-Insert je Modultyp mit den Attributen Typ, Wp, Neigung und Ausrichtung, im CAD zählbar. Die Neigung ist die Aufständerung relativ zur Fläche, bei flach aufliegenden Modulen 0.
- Ohne Koordinatenbezug: fehlt der Bezug zum Dachplan, ist das Häkchen gesperrt, und der Dialog sagt, dass die Belegung nicht in den Plan gelegt werden kann; das DXF wird wie bisher erzeugt.
Tastaturkürzel im Solar-Modus
Diese Kürzel gelten bei eingeschaltetem Solar-Werkzeug in der 3D-Ansicht. In der App blendet die Taste ? dieselbe Liste unter „Tastaturkürzel“ ein; die Gruppe „Modulbelegung (Solar)“ erscheint dort nur in der 3D-Ansicht mit eingeschalteter Erweiterung.
Modulbelegung (Solar)
| Klick | Linksklick auf eine freie Stelle der gewählten Zone setzt ein Modul: im Standardwerkzeug ein Rastermodul, mit „Modul zeichnen“ das Modul zum Setzen. |
| Klick | Klick auf ein Modul der gewählten Zone wählt es aus; der Block „Einzelmodule“ zeigt dann seine Werte. |
| Shift + Klick | Nimmt ein Modul der gewählten Zone in die Auswahl dazu oder wieder heraus. |
| Ziehen | Auf freier Fläche der gewählten Zone ziehen spannt einen Auswahlrahmen auf und wählt mehrere Module (Standardwerkzeug). |
| Modul ziehen | Ein Modul der gewählten Zone verschieben; es rastet je nach Snapping in freie Rasterplätze oder an Nachbarmodule ein. |
| Knopf Snapping | Im Block „Einzelmodule“ wechselt der Knopf zyklisch zwischen Raster, Nachbarn und aus. |
| R | Format des gewählten Moduls oder der Auswahl kippen (Hochformat und Querformat); passt es gedreht nicht, bleibt es wie es war. |
| Komma / Punkt | Komma und Punkt drehen in 5-Grad-Schritten auf dem Raster, Komma gegen den Uhrzeigersinn, Punkt im Uhrzeigersinn; mit Shift oder Ctrl um 1 Grad. Gedrückt halten dreht weiter, das ganze Halten ist ein Schritt für Rückgängig. Wirkt auf das gewählte Modul oder die Auswahl, beim Ziehen eines Moduls und in „Modul zeichnen“ auf die Vorschau; geht auch mit Trackpad. Passt es gedreht nicht, bleibt es, und Roofy sagt es. |
| Modul ziehen + rechte Taste halten | Beim Verschieben die rechte Taste dazu drücken: die Lage hält, und die waagrechte Mausbewegung dreht das Modul um seinen Mittelpunkt (eine Auswahl um ihre Mitte). Rechts loslassen und weiter verschieben; das Loslassen übernimmt Lage und Winkel in einem Schritt. |
| Alt/Option + Rechtsklick + Ziehen | Gewähltes Modul um seinen Mittelpunkt drehen, auch am Trackpad (Option halten, mit zwei Fingern klicken und ziehen); in 5-Grad-Schritten, mit Shift oder Ctrl frei. Der Endwinkel gilt für das nächste Modul. |
| Rechtsklick + Ziehen | In „Modul zeichnen“ auf freier Fläche: rechte Taste halten und waagrecht ziehen dreht die Vorschau des nächsten Moduls, in 5-Grad-Schritten oder mit Shift oder Ctrl frei. Ein Rechtsklick ohne Bewegung bleibt wirkungslos. |
| Shift oder Ctrl beim Drehen | Ohne Taste rastet die Drehung auf 5 Grad ab dem Startwinkel; mit Shift oder Ctrl lässt sich das Modul fein drehen: mit der Maus frei, mit Komma und Punkt um 1 Grad. Ctrl hilft am Windows-PC, wenn Shift mit der rechten Taste das Browser-Menü öffnet. |
| Entf / Backspace | Gewähltes Modul oder Auswahl löschen; ein Paar verschwindet ganz. |
| Rechtsklick | Modul oder Hindernis unter dem Zeiger löschen. |
| Escape | Entwurf, Ziehen oder Auswahl abbrechen; nochmals drücken kehrt zum Standardwerkzeug zurück. Den Solar-Modus beendet nur der Knopf „Solar“. |
| V | Kamera frei bewegen ein oder aus, wie der Knopf „Verschieben“ in der Werkzeugleiste. |
| Leertaste | Kamera bewegen, solange die Taste gehalten ist; das Mausrad zoomt immer. |
| Cmd/Ctrl+Z | Letzte Änderung der Belegung zurück; mit Shift dazu wieder vor. |
Ausschalten unter Erweiterungen
Die Solar-Modulbelegung ist eine Erweiterung der Organisation. Sie ist bei Pro, Enterprise und im Gratisprojekt standardmässig eingeschaltet.
- Einstellungen öffnen: als Inhaber oder Admin die Organisationseinstellungen öffnen und zur Karte „Erweiterungen“ gehen. Dort steht „Solar-Modulbelegung“ mit dem Status „Aktiviert“ oder „Nicht aktiviert“.
- Schalter umlegen: der Schalter schaltet die Erweiterung für die ganze Organisation aus oder ein. Ausgeschaltet verschwindet der Knopf „Solar“ aus dem Editor, ein laufender Solar-Modus wird beendet.
- Daten bleiben: „Beim Deaktivieren bleiben bereits erstellte Daten erhalten.“ Varianten, Zonen und Module einer Session erscheinen nach dem Wiedereinschalten unverändert.
Grenzen
Die Belegung ist eine Planungshilfe. Was Roofy nicht prüft, steht dauerhaft im Panel und gehört in die Fachplanung.
- „Abstände sind Planungsannahmen, keine statische oder brandschutztechnische Prüfung.“ Herstellervorgaben, Windlast und Ballastierung prüft Roofy nicht.
- „Brandmauern (1,0 m Unterbruch nach Swissolar-Stand-der-Technik-Papier zu VKF 2001-15) und RWA-Öffnungen (2,0 m Abstand) prüft Roofy nicht.“
- Keine Verschattungsanalyse, keine Strangplanung und keine Wechselrichter; die Ertragsschätzung ist eine Schätzung auf Basis von sonnendach.ch, keine Ertragsgarantie.
- Verbindlich sind die Zahlen im Bericht; sie rechnet der Server aus der gespeicherten Belegung. Module, die nach einer Änderung der Fläche nicht mehr ganz auf dem Dach liegen, verschwinden sofort und zählen nicht mehr. Module auf der Fläche, die nur am Randabstand oder an einem Hindernis scheitern, erscheinen grau und zählen weiter mit, bis Sie neu füllen.
- Höchstens 50 belegte Flächen je Variante und 50 Hindernisse je Fläche. Hindernisse in Solar haben keine Höhe; eine Höhe tragen nur Dachaufbauten aus einem Plan-Modell.
- Module liegen flächenparallel auf der gefitteten Ebene der Fläche, nie auf dem rohen Modell; ohne Aufständerung ist die Anzahl auf flachen Flächen eine Obergrenze.
Kurz-Checkliste Solar
- Pro, Enterprise oder Gratisprojekt; Session mit 3D-Modell; Fläche geschlossen gemessen.
- In der 3D-Ansicht „Solar“ drücken; Kamera nur mit Leertaste oder „Verschieben“.
- Schritt 1: Fläche wählen, Hindernisse als Rechteck, Polygon oder aus Messlinien; höchstens 50 je Fläche.
- Schritt 2: Abstände 0 bis 500 cm, Abstand zum Dach, Sicherheitszone (Vorgabe 2 m, Gang 60 cm), Aufständerung je Zone.
- Schritt 3: Modul wählen, „Füllen“, Format und Optik.
- Schritt 4: Rasterlage, Vergleichsraster, Einzelmodule; R kippt, Komma und Punkt drehen, ebenso Alt und Rechtsklick, Cmd/Ctrl+Z zurück.
- Varianten anlegen und benennen; im PDF-Dialog die Varianten anhaken; im DXF-Dialog „Solarbelegung in den Plan“.
- Planungsannahmen: Statik, Brandschutz, Verschattung und Strings gehören in die Fachplanung.
Nächster Schritt
PDF, Export und Teilen
Bericht mit der Belegung erstellen und DXF mit den Modulen auf eigenen Layern exportieren.